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HINTERGRUND
Im Jahre 1959 fanden die Tibeter auf der Flucht vor der Roten
Armee Chinas ein vorläufiges Exil in Dharamasala, einem Ort des indischen Bundesstaates
Himachal Pradesh. Dort ist der Hauptsitz des Dalai Lama und des tibetischen
Exilparlamentes.
In der tibetischen Gesellschaft sind Pflege- oder Behindertenheime so gut wie unbekannt,
weil für gewöhnlich die Familie die Aufgabe übernimmt, sich um ihre schwächeren
Mitglieder zu kümmern. Diese traditionellen Werte haben sich bis zum
heutigen Tage erhalten; auch unter den völlig veränderten Bedingungen der Exiltibeter in
Indien. Es wird für die Tibeter immer schwieriger, für ältere oder behinderte
Familienmitglieder zu sorgen. In Tibet sicherten Viehbestände, der Besitz von Häusern,
die Bewirtschaftung von Feldern oder kleine Geschäfte den Familienunterhalt. Aber sowohl
im chinesisch besetzten Tibet als auch im indischen Exil hat sich die Situation für die
Tibeter verschlechtert. Viele leben in überfüllten Städten und jeder muß sich selbst
um seinen Lebensunterhalt kümmern.
Die Sorge um weniger produktive Mitglieder hat viele Familien in ernste finanzielle
Schwierigkeiten gebracht. Um diesem Notstand zu begegnen haben das tibetische
Exilparlament, einige tibetische Verbände und die tibetische Frauenorganisation
Altersheime errichtet. Zwar ist die Notlage der Behinderten bekannt, bisher war es aber
nicht möglich, Heime zur Betreuung, Förderung und Ausbildung Behinderter zu gründen. |
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