- Garten der Zuversicht -

Handwerksheim für behinderte tibetische Kinder

 

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Dezember 2004 | Neuer Vereinsvorstand | Der Stand im Jahre 2004 | Ngawangs Letter

Archiv: News 2001 | 1. Halbjahr 1999 | Nawangs Bericht 7/99 (englisch)

Ngawangs Bericht aus dem Jahr 1999

Nying Tob LingNachdem im November 1997 die Idee geboren wurde. eine Ausbildungsstätte für behinderte tibetische Jugendliche in Dharamsala zu schaffen, widmete sich Ngawang Lhamo neben ihrer Arbeit als Parlamentarierin im tibetischen Exilparlament der Ausarbeitung eines geeigneten Projektvorschlags, der Suche nach Unterstützern und einem geeigneten Platz, um das Projekt zu verwirklichen.Durch einen Freundeskreis, der sich in Deutschland durch die Insight-Reisen nach Dharamsala formierte, wurden Spenden gesammelt, der Dalai Lama segnete das Projekt durch die Namesgebung und viele einflußreiche Persönlichkeiten des tibetischen Exils unterstützten das Projekt ideell. So konnte Ngawang Lhamo mit ihrem unermüdlichen Engagement und Spendengeldern von ca. DM 20.000.- im November 1998 mit dem Bau beginnen.

Das DhauladarmassivIm Laufe von nur 5 Monaten wurde auf dem schönen 400 qm großen Grundstück ganz in der Nähe des Kulturzentrums Norbu-Lingka mit Blick auf die wunderschöne Bergwelt des Dhauladar Massivs ein Haus erstellt (s. Abb. oben). Es bietet einen Unterrichtsraum, einen Eßraum, eine Küche, Büro, Lehrerzimmer und zwei große Schlafzimmer für jungen und Mädchen.

Die Zimmer sind entsprechend den finanziellen Mitteln sehr sparsam eingerichtet, aber Ngawang hat auf gesunde Matratzen und Bettzeug geachtet und das Haus wirklt sehr durchdacht und den Bedürfnissen der Kinder angemessen. Natürlich hält es keinen Vergleich mit ähnlichen Institutionen im Westen stand, bietet aber einen Standart, der für örtliche Verhältnisse als sehr gut zu bezeichnen ist. Dies verdanken wir Ngawang Lhamo, die durch ihre vielfältigen Kontakte und die unermüdliche Suche nach den günstigsten Einkaufsmöglichkeiten das Projekt mit einer nicht für möglich gehaltenen Schnelligkeit und Effizienz unter der Hilfe der Das Team!uneigennützig arbeitendenYumbo Lhakang Builders, das örtlichen Baufirma, umgesetzt hat.

Ngawang ist im Bild rechts zu sehen, neben ihr die ältere Schwester, die in der Anfangsphase sehr geholfen hat und ganz links Tsering, die wir als Leiterin des Heims gewinnen konnten. Sie ist durch ihre 20jährige Tätiglkeit als Krankenschwester in einem Missionshospital in Delhi prädestiniert für diese Tätigkeit und widmet sich mit viel Übersicht und Fürsorge den Kindern und ihrer Arbeit. Außerdem gibt es einen Koch und in den nächsten Wochen soll die erste Lehrerin eingestellt werden.

Ngawang hatte die Auswahl der Kinder sehr sorgfältig vorbereitet, indem sie Fragebögen an die jeweiligen Leiter der tibetischen Settlements verschickt hatte. Leider wurde in der Beantwortung oft ignoriert, daß sich das Projekt auf körperlich behinderte Kinder bezieht und Kinder mit geistigen Behinderungen im Augenblick nicht betreut werden können, da es um echte Ausbildung zur Selbsthilfe geht. Daher mußten leider einige Kinder zurückgeschickt werden. Nach einer Beobachtungsphase, die wahrscheinlich bis Juni geht, werden wir mit der Ausbildung der ersten zehn Kinder beginnen.

Ngawang und eines der KinderEs zeichnet sich aber jetzt schon ab, daß der Bedarf viel höher ist. Mit Ihrer Hilfe wollen wir weitere 2000 qm Land kaufen und das Projekt im Laufe der nächsten Jahre auf 50 Kinder ausdehnen. Mit nur DM 40.- im Monat kann ein Kind Schulung, Kleidung und Essen finanziert werden: Hilfe zur Selbsthilfe!

Mit herzlichem Gruß und Dank aus Dharamsala,

Markus Hegemann

Die erste Kindergruppe